Im Irgendwo - Texte von Laura Rumich

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Liebe auf Distanz Drucken E-Mail

Ich bin glücklich.
Denn mein Herz gewann Distanz.
Nun lieb ich ohne Schmerz,
von fern.

Kann sehen, was naht,
kann mit meinen Gefühlen walten:
Du musst bedenken,
noch kannst du mich nicht halten.

So betracht‘ ich dich von weit,
wart' auf den Moment, wo ich bereit:
Dich tief in mich blicken zu lassen.
Ohne Angst, ohne Zweifel,
denn du bist noch so unendlich entfernt,
kannst meine Seele von so weit nicht schunden;
schon so mancher bracht mir von nah
schmerzende Wunden.

Und so betracht' ich dich,
lieb' ich dich und wart'.

Du verstandest mein Herz,
als es dich bat um Zeit.
Denn ich will nicht eilen,
möchte manchmal alleine weilen.
Mit Liebe an dich denken.
Ich hoff', wenn du deinem Wort treu bist,
dann wirst du mir meine Zeit schenken,
ohne Bedenken.

Ich will auch mit dir fliegen können in die Welt der Worte,
denn es gibt viele Orte
in meinem Kopf, die ich dir zeigen will.

Doch dafür lass mir Zeit und meid'
verletzende Worte, Gesten oder Sätze,
denn sonst renn' ich fort,
haste hinweg und versteck' mich.

Schieb mein Herz weit weg
und werd vielleicht nie mehr
dich aus der Nähe sehen,
doch eigentlich wollt ich dir
mit diesem Gedicht
nur meine Liebe gestehen,
denn ich glaub'
es war kein Versehen,
dass du eines Tages diesen Weg
mit mir gehen
und leben wirst.

© Laura Rumich, 6.Dezember 1999