Im Irgendwo - Texte von Laura Rumich

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Und wenn der Tag sich dem Ende neigt,
schau ich gen Himmel, wart‘ wie ein Vagabund
auf die Sterne, die zu später Stund‘
am Himmelszelt stehen, die ich so gerne seh‘.
Denn sie, so reich an Zahl,
mögen auf immer leuchten.

Doch wenn das Licht des Tages naht,
werden sie bleich,
ebenso tut es ihnen dann der Mond gleich,
zu dieser Stund‘.

Und ich wend‘ mich ab,
dreh‘ nun den blassen Sternen den Rücken zu
und will küssen mit meinem Mund den neuen Tag,
denn ich bin noch nicht verzagt,
noch voller Lebensfreude,
trotz dass es mir manchmal so schien,
als wart ich gefangen in einem Spiegelgebäude.

Dort rannt‘ ich gegen mein Ich
Und fragte mich, wohin?
Rings nur Spiegel, nur mein verspiegeltes Sein,
und mir war, als sei ich allein.

Doch nun bin ich frei,
kann die Sterne sehen und endlich verstehen,
was Leben heißt!
 

© Laura Rumich, Dezember 1999