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„Denke!“, flehte der Verstand, doch der Kopf wollte nicht gehorchen; er träumte lieber. Sich hinfort träumen, über den Horizont hinüber fallen. Der Verstand schüttelte den Kopf – dabei fielen die Träume in eine Pfütze. Sie versuchten zu schwimmen, doch es gelang ihnen nicht, - sie verschwammen, wurden farblos, sinnlos, paddelten mit den Armen. Der Kopf weinte bittere Tränen und der Verstand suchte nach einem Taschen-tuch, doch dieses hatte er vernünftigerweise zu Hause gelassen. So stand er hilflos vor dem traumlosen, weinenden Kopf und vermochte es nicht ihn zu trösten. Da kam das Herz und baute ein Boot aus Papier, um mit dem Kopf über die Pfütze zu fahren und die ertrinkenden Träume zu retten. „Komm!“, sagte das Herz und der Kopf stieg ein. Der Verstand blieb am Rand der Pfütze zurück. Langsam senkte die Dunkelheit sich über die drei und umschloss sie mit ihren kühlen, ruhigen Armen. Der Verstand wurde unruhig, - es waren nur noch die schemenhaften Silhouetten der beiden zu erkennen und das leise Platschen der Traum-Arme, immer schwärzer wurde es, immer stiller. © Laura Rumich (28.10.2004) |