Im Irgendwo - Texte von Laura Rumich

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Erkenntnis Drucken E-Mail

Er sah sie an, sah ihre glasgleichen, nie zu trübenden, unendlichen Augen. Sie saßen auf einem Felsen. Dicht beieinander. Wie eine große, nie welkende Blume ging die Sonne unter; er griff nach ihrer Hand, wollte ihre Verzauberung spüren, wollte die besitzen, sich ihrer bemächtigen, sie verinnerlichen.
Er schloss die Augen: träumend, wachend, schlafend, weinend, spürte die Leichtigkeit der schweren Erinnerungen, spürte die Vergänglichkeit der nie enden wollenden Zeit, spürte Nebel, welcher sein Herz ertränkte, es hinfort riss, in unendliche Tiefen, die durch das Sein begrenzt.
Er öffnet seine Augen. Blickte. Zur Seite. Sah. Sah, dass sie eine samtene Schublade war.

© Laura Rumich (16.12.2002)